"Energie Erleben" auf der ZUHAUS Messe

Am 26. & 27. Oktober fand von jeweils 10 bis 18 Uhr die ZUHAUS Messe in der Göttinger Lokhalle statt.

Die "ZUHAUS" bot Ausstellern aus der Region Göttingen die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Bauen und Wohnen zu präsentieren. Interessierte konnten sich hier von Fachleuten über wichtige Themen wie Altbausanierungen oder Wärmedämmungen informieren lassen. Denn das Interesse an energetischem Bauen und der Berücksichtigung ökologischer Standards zum Energiesparen und Klimaschutz wird immer größer. Als offizieller Messe-Partner waren wir, der Klimaschutz Göttingen e.V., dort auf 300m² im Erlebnis-Bereich vertreten!
Neben zahlreichen interessanten Exponaten wie dem Parabolspiegel-Solarkocher, den Energie-Bikes und unserem VisiKid, war als Highlight natürlich auch unser Sonnifant mit dabei! Der 3 Tonnen schwere Koloss wurde dafür extra vom Natur-Erlebnis-Bad Grone in das Foyer der Lokhalle umgesiedelt und konnte in aller Ruhe bestaunt werden.
Interessenten konnten ihre Fragen zum Thema Klimaschutz loswerden und einige Antworten durch Ausprobieren selber herausfinden. Eine informative sowie unterhaltsame Präsentation über die Energiegewinnung im Wandel der Zeit sowie neue Ansätze und Lösungen war den ganzen Tag auf einer großen Leinwand zu sehen und lud dank Sitzmöglichkeiten zum Verweilen und Verstehen ein.
Am Samstag folgte ein Event dem nächsten: Die Klasse 4a der Regenbogenschule Göttingen sang den eigens kreierten Sonnifant-Song und am Nachmittag zeigten die Auszubildenden Zimmerer von der BBS II Northeim ihr Richtfest-Ritual in traditioneller Kluft.
Außerdem im Foyer der Lokhalle zu finden war die „Künstlergalerie“ sowie der Bereich „Handwerk erleben“.


Ausführliche Informationen zu unseren Exponaten:

Das VisiKid
Dieses Gerät zieht schon durch die Batterie roter Lämpchen die Aufmerksamkeit an und weckt Neugier: warum brennen mal viele und mal wenige? Antwort: starker Sonnenschein = reichlich Strom = viele Lämpchen. Und umgekehrt. Genauere Infos liefert die Sonnenscheibe, die sich im Uhrzeigersinn dreht und dabei rote Kugeln aus dem Behälter oben links mitnimmt. In einigen Kerben der Sonnenscheibe liegen schon solche Kugeln. Die erste wird bald herausfallen und rechts-links-rechts-links die Kugelbahn hinunter kullern, bis sie in dem Behälter unten landet. Hier gilt wieder: starker Sonnenschein = schnellere Drehung der Scheibe = häufiges Kullern der Kugeln. Und umgekehrt.
Wer es ganz genau wissen will, findet die Antwort in den Zahlen der Digitalanzeige unten rechts. Da sieht man die momentane Leistung der Photovoltaik-Anlage und kann ablesen, was die Sonne insgesamt zu unserer Versorgung mit Energie beigesteuert hat.
Wer mit diesen Zahlen nicht allzu viel anfangen kann, sollte sich die bunten Bildchen in der "Infothek" ansehen. Da erfährt man, was man mit einer Kilowattstunde alles machen kann.


Der Sonnifant
Der „Sonnifant“ wurde, als bisher größtes Projekt des Klimaschutz Göttingen, im Jahr 2011 vom Künstler Mirco Quade angefertigt. Er ist ein annähernd lebensgroßer Holz-Elefant, der seit 2012 im Natur-Erlebnis-Bad Grone steht und die Gäste zum Tauziehen gegen die Sonne herausfordert.
Im Bauch des Elefanten verbirgt sich eine Seilwinde, die über Solarmodule angetrieben wird. Wer sich auf das Tauziehen einlässt, merkt sehr schnell, wie stark und ausdauernd die Sonne ist. Dieser körperliche Eindruck wird durch ein Messgerät untermauert, das die Leistung in Watt anzeigt. Insgesamt hat man spielerisch Wertschätzung für die Solarenergie und ein erstes Urteil über ihr Potenzial entwickelt und verstanden, worum es bei der Steigerung der Energieeffizienz geht.
Besonders schön: Verlierer und Gewinner haben gemerkt, wie stark und ausdauernd die Sonne ist! Sie ist unser aller Freund. Sie kann uns mit sehr viel Energie versorgen.
Auf der Messe wurde der Sonnifant als Exponat ausgestellt und ein Blick in das technische Innenleben ermöglicht. Um ihn auch „in Aktion“ sehen zu können, zeigte die Leinwand parallel ein Video, in dem der Sonnifant bespielt wird.


Der Solargrill
Der Solargrill und -kocher arbeitet im Prinzip wie eine Satellitenschüssel. Die aus allen Richtungen einfallenden Sonnenstrahlen bündelt er und richtet sie auf das Gitter mit dem Topf oder dem Grillrost. Bei richtiger Sonne leistet er sogar in unseren Breiten ungefähr soviel wie eine Platte am Elektroherd! Ein Liter Wasser kocht in ca. 10 Minuten.
Er spart Strom, und damit bares Geld, er vermeidet üble Gerüche und verhindert so manchen Grillunfall. Dennoch ist er hier zu Lande eher eine Ergänzung, ein Blickfang im Garten oder ein Party-Gag. In anderen Teilen der Welt schafft er für wenig Geld in vielerlei Hinsicht Lebensqualität. Kinder können zur Schule gehen und müssen nicht stundenlang Brennmaterial suchen. Die giftigen Schwaden durch feuchtes Brennholz entfallen und mit ihnen das Gesundheitsrisiko. Kuhfladen etc. werden nicht länger verbrannt, sondern düngen die Erde.
Knapp € 400 für das hier gezeigte Modell oder gut € 300 für einen kleineren Kocher sind nicht zu viel für so viele geballte Vorteile!


Die Energie-Bikes
Ein herkömmliches Fitnessrad wurde mit Messtechnik & Ergometer ausgestattet, so dass der Besucher auf ihm erleben kann, wie viel eigene Tretkraft nötig ist, um verschiedene Lichtquellen (Glühbirne, Energiesparlampe, Leuchtdiode, Fahrradlampe etc.) zum Leuchten (oder eine Herdplatte zum Glühen) zu bringen.
Lichtmachen strengt heute niemanden mehr an. Wir drücken Knöpfchen oder legen Schalter um – schon ist es hell am Arbeitsplatz, am Schreibtisch, in der Stadt. Jeder Kühlschrank zaubert: Tür auf – Licht an. Überall ein kleiner Herrgott: "Es werde Licht und es ward Licht!"
Nur der gute alte Fahrraddynamo zeigt eine Verbindung von Licht und Leistung – aber der ist ja bald Geschichte.
An diesem Stand wollen wir zeigen, was ein Mensch durch leichtes-kräftiges-maximales Treten an Licht erzeugen kann. Und wie lange. Das Fahrrad-Experiment zeigt nicht nur, wie stark (oder schwach) wir Menschen sind. Denn das Kraftwerk (egal ob Sonne, Wind oder fossile Energieträger und Atom) muss ja dieselbe Leistung bringen, um unsere Test-Objekte zum Laufen zu bringen. Also brauchen wir weniger Kraftwerke, wenn mehr Menschen auf die Energie sparenden Leuchtmittel "umsteigen".


Der Plopp-Frosch
Mit übergroßen Strohhalmen pusten die Spieler/innen reihum Luft unter den Frosch, der in einem mit Wasser gefüllten Aquarium sitzt, bis er plötzlich das Maul aufreißt und vernehmlich „Plopp“ macht. Die Teilnehmer/innen versuchen nur soviel Luft hineinzublasen, dass dies noch nicht bei ihm/ihr eintritt. Sonst ist er/sie der Plopp-Frosch! Wenn der Frosch alle Luft hinausgelassen hat, kann das Spiel von neuem beginnen.
Leihgabe: Dr. Wittig


Der Coin-Funnel
Eine Münze wird am Rand in den Spendentrichter gegeben und bewegt sich dann, durch die Anziehungskraft und die Trichterform, in großen kreisenden Bewegungen abwärts. Dieses Prinzip verdeutlicht die energetischen Regeln, nach denen die Gestirne umeinander kreisen. Die Kreisbahn der Münze wird allerdings mit jeder Runde enger und schneller. Durch die Reibung verliert sie, im Gegensatz zu unseren Planeten, immer mehr Energie, bis die Münze schließlich, als unterhaltsame Spende, in das Innere des Trichters fällt.
Alte, in Schubladen schlummernde Deutsche Mark Stücke sowie frisch gepresste Euro Münzen bekommen somit eine ganz neue Bedeutung und bringen ihren ehemaligen Besitzern einen spielerischen Lerneffekt.

Helfer

Menschen die sich bei diesem Projekt engagiert und zur seiner Realisierung beigetragen haben.
Rainer-W. Hoffmann
1. Vorsitzender
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Rainer-W. Hoffmann

1. Vorsitzender

Lena Ozanik
Vorstand
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Lena Ozanik

Vorstand

Tizian Lang
Praktikant 2013, Vorstand 2014 f
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Tizian Lang

Praktikant 2013, Vorstand 2014 f

Yonas Schiferau
Vorstand
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Yonas Schiferau

Vorstand

Chris Hoyer
Vorstand bis 2014 & Bufdi 2013
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Chris Hoyer

Vorstand bis 2014 & Bufdi 2013

Gert Brüning
Mitglied
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Gert Brüning

Mitglied

Robert Panten
Vorstand bis 2014
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Robert Panten

Vorstand bis 2014

Bernd Wichmann
Helfer
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Bernd Wichmann

Helfer

Anja Reinboth
Praktikantin 2012, dann Teamerin
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Anja Reinboth

Praktikantin 2012, dann Teamerin

Info

Stand: Event

sehr gutÜbertragbarkeit