2. Klimaschutz-Tag im Alten Rathaus

Am 25. April 2014 fand der zweite Klimaschutz-Tag im Alten Rathaus Göttingen statt

Göttinger Tageblatt online, 25.04.2014 18:02 Uhr:


Zweiter Klimaschutz-Tag im Alten Rathaus Göttingen

„Nachhaltigere Nachhaltigkeit kann ich mir nicht vorstellen“, erklärt Heike Krüger lachend und hält einen Pantoffel hoch, den sie selbst aus kaputten und alten Jeans gefertigt hat. Die Sohle des Schuhs besteht aus sechs Lagen, die man – je nach Verbrauch – nacheinander ablösen kann.

 „Energiemanager der Stadt“: Lars Wätzold (vorne rechts) erklärt die verschiedenen Info-Stände.
Göttingen. Krügers Projekt „Kids cyceln up“ ist eins von mehren in der Klimaschutzwerkstatt. Unter dem Motto „Ja, wir schaffen das!“ war sie Teil des zweiten Göttinger Klimaschutztages.
An zehn Stationen erhielten die Besucher Informationen über den „Masterplan 100 Prozent“ der Stadt und verschiedene Klimaschutzinitiativen des Landkreises oder der Göttinger Verkehrsbetriebe. Gut gelaunt führte Lars Wätzold von der Göttinger Comedy Company durch das Programm und animierte die Besucher zu einer Art „Reise nach Jerusalem“.
An jedem Stand konnte man sich zwanzig Minuten lang das jeweilige Konzept erklären lassen – dann wurde wieder gewechselt. Am größten war der Andrang in der Dorntze, wo bereits realisierte Projekte der Klimaschutzwerkstatt vorgestellt wurden. „Wir wollen Kindern die erneuerbaren Energien näherbringen und sie dafür sensibilisieren“, erzählt Lena Ozanik vom Klimaschutzverein Göttingen.
Eines seiner Projekte ist der „Sonnifant“ im Groner Freibad. Das Holztier hat eine Seilwinde im Bauch, die von Solarenergie angetrieben wird. Kinder können sich also im „Tauziehen gegen die Sonne“ versuchen. „Hier ist vieles interessant, aber am besten gefallen mir die selbstgemachten Projekte“, sagt Claudia Edam, die sich bereits alle Stände angesehen hat.
„Die Leute nehmen die Dinge selber in die Hand. Und wenn ich will, kann ich mich einbringen und selbst mitmachen.“ Eine virtuelle Mitmach-Möglichkeit bot auch ein Simulator, mit dem die Besucher „Energiemanager der Stadt“ werden konnten.
„Hier kann jeder spielerisch ausprobieren, wie es möglich ist, den Energieverbrauch in der Stadt, in der Universität oder im eigenen Haus zu senken“, erläutert Alexander Knohl, Professor für Bioklimatologie der Universität Göttingen, und wählt am Bildschirm die Kategorie „Universität“ aus.
"Unsere Innenstadt hat viele Schätze"
Mit der Auswahl verschiedener Kategorien wie zum Beispiel „Photovoltaikanlagen“ lässt sich dann simulieren, welchen Einfluss dies auf den Energiehaushalt und die Umwelt hätte und wie teuer die Errichtung der Anlagen wäre. Die Simulation können Interessierte auch online unter energie-nachhaltig-nutzen.de spielen.
Eine Simulation der anderen Art organisierten Dinah Epperlein und Eva Holst vom städtischen Fachdienst für Hochbau, Klimaschutz und Energie. Auf einem Stadtspaziergang erläuterten sie das Projekt „Energieeffizienz im historischen Stadtquartier“. Ziel des Projektes ist es, den Energieverbrauch der Stadt insgesamt zu senken.
Dabei sei jedoch wichtig, führte Epperlein aus, dass die „Denkmalschutz-Aspekte und die energetischen Aspekte in Einklang gebracht werden.“ „Unsere Innenstadt hat viele Schätze, unser Ziel ist es, dass wir noch in 100 Jahren sagen können, hier kann man toll und nachhaltig leben.“

Von Marie Schmidt

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Dieses Projekt wurde ohne Förderer allein vom Klimaschutz Verein umgesetzt!

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Vorstand
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