Buddhismus: Auf die Motive kommt es an – Klimaschutz durch Transformation

Die 2. Veranstaltung im Rahmen unserer Vortragsreihe über Positionen der Weltreli­gionen zum Klimaschutz gestaltete Manfred Folkers, Dharma-Lehrer und Mitglied der Deutschen Buddhistischen Union (DBU). Dort leitet er die Arbeitsgruppe Umwelt und ist Autor diverser einschlägiger Publikationen. In den repräsentativen Räumlichkeiten der Alten Bibliothek hatten sich um die 40 Personen eingefunden. Die Moderation hatte Prof. Hoffmann vom Vorstand des Klimaschutz Göttingen e.V. übernommen.

Organisator*innen und Referent Manfred Folkers
v.l.n.r.: Waltraud Bruch-Krumbein, Manfred Folkers, Rainer W. Hoffmann

Anders als die abrahamitischen Religionen sei der Buddhismus keine Glaubenslehre, sondern eine Seinslehre, erläuterte Folkers. Es gäbe keinen Gott, keine Dogmen und keine Instanzen. Der Seinslehre zugrunde liegen die Auffassungen, dass zum einen alles im Fluss und zum anderen alles miteinander verbunden ist. D.h. auch, dass wenn Menschen gegen das Ganze arbeiten, sie unweigerlich auch gegen sich selbst arbeiten. Die Seinslehre baue auf den gesunden Menschenverstand, mit dem „auf das ganze Leben und auf das Leben als Ganzes“ geschaut werden solle.

Konkretes Klimaschutz-Management sei im Buddhismus vglw. schwach ausgebildet. Das Engagement in der DBU und in Arbeitsgruppen sei ehrenamtlich. Und auch die materielle Basis wie Gebäude, Flächen etc. böte hierzulande wenig konkrete Ansatz­punkte für klima-freundliche Strategien. Folkers plädiert für die Stärkung des sog. engagierten Buddhismus: Nicht nur die persönliche Transforma­tion solle im Blickpunkt stehen, sondern auch die Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt. Das Primat des Handelns liege aber eindeutig beim Einzelmenschen – „die Politik“ oder „die Gesellschaft“ seien keine handlungsfähigen Subjekte.

Der vollständige Bericht findet sich hier.